Kunsthaus Hamburg

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31. Januar - 4. März 2012 Stolpersteine und Angehörige

Eröffnung: Montag 30. Januar 2012 um 19:00 Uhr
Geöffnet: Di-So 11 bis 18 Uhr



Fotografie: Gesche-M. Cordes

„Stolpersteine“ sind ein Mahnmal für alle Opfer des Nationalsozialismus, die in den Jahren von 1933 bis 1945 ermordet wurden. Der Künstler Gunter Demnig (geb. 1947), der seit Ende der 1990er Jahre die 10 x 10 x 10 cm messenden Steine verlegt, prägte den Begriff „Stolperstein“, um den symbolischen Charakter zu betonen. Bei diesem „Stolperstein“ kommt man nicht mit den Füßen ins Stolpern, sondern „mit dem Kopf und dem Herzen“, wie es ein Jugendlicher im Gespräch mit Demnig formulierte. Im Jahr 2012 werden in Hamburg 4000 Stolpersteine verlegt sein, europaweit sind bisher rund 30.000 gesetzt worden. Die Spur der Stolpersteine führt durch Städte und Dörfer, sie erinnert an die jüdischen Opfer, an politisch Verfolgte, an die Opfer der „Euthanasie“ und an die ermordeten Homosexuellen. „Dieses Projekt hat sich zu einer sozialen Skulptur entwickelt“ (Demnig): Es ist eine Kunstaktion, die von Angehörigen der Opfer, den Bewohnern der Orte, von Hausgemeinschaften, von Schülern und Initiativen aufgegriffen wird. Jeder kann eine Patenschaft für ein Mahnmal übernehmen. „Wenn man den Namen auf dem Stolperstein lesen will, muss man sich verbeugen“, fügt Gunter Demnig hinzu.

Von 2002 bis 2011 fotografierte Gesche-M. Cordes (geb. 1947) in Hamburg Angehörige mit „ihren“ Stolpersteinen. Aus Israel, Südafrika, den USA, Brasilien und Venezuela sind die Familienmitglieder nach Hamburg gereist, um den Verwandten zu gedenken - ebenso wie viele HamburgerInnen die Steine für ihre ermordeten Angehörigen legen lassen.

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