Kunsthaus Hamburg

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3. Juni - 6. Juli 2008 HAUT. Künstlerische Photographie

Eröffnung: Montag 2. Juni 2008 um 19:00 Uhr
Geöffnet: Di - So 11 - 18 Uhr

Haut ist ein lebenswichtiges Körperorgan und ein eminent bedeutsames Symbol in der menschlichen Kulturgeschichte. Die Membran zwischen Innen und Außen ist Informationsspeicher und Kommunikationsmedium. Ihre Empfindsamkeit für Licht und die Fähigkeit zur Vermittlung sind mit der Photographie vergleichbar. Haut und Photographie sind Gegenstand eines intensiven Sehens und Fühlens.

Auf Initiative von Prof. Dr. Volker Steinkraus, Gründer des Dermatologikum Hamburg, bietet die 4. Triennale der Photographie nun zum dritten Mal den Rahmen für eine Ausstellung zur "Haut". Nach zwei Fotowettbewerben in 2002 und 2005 wurde ein neuer kreativer Impuls durch die Künstlerische Photographie gesucht.

Die erstmalige Kooperation zwischen den Lehrbereichen in Kunst und in Gestaltung stieß bei allen Beteiligten auf große Zustimmung. Sie gewinnt besondere kulturpolitische Bedeutung angesichts der aktuell umstrittenen Strukturreform der Bildungsinstitutionen.

Aus insgesamt 58 Beiträgen wählte eine 9-köpfige Jury nach intensiver Diskussion im Haus der Photographie 22 Vorschläge für die abschließende Präsentation im Rahmen der Triennale der Photographie aus. Die in der Barlach Halle des Kunsthauses gezeigte Ausstellung wird kuratiert von Ingo Taubhorn (Haus der Photographie, Hamburg) mit Unterstützung von Claus Mewes und Goesta Diercks (Kunsthaus Hamburg). Begleitend zur Ausstellung produzierte die Grafikklasse von Ingo Offermanns an der HfbK einen eigenständigen und aufwändig gestalteten 146-seitigen Katalog, der zur Eröffnung vorliegen wird (€ 28,--).

Die Künstlerinnen und Künstler:

Susanne Bartsch - Lia Darjes - Sebastian Glombik - Anna Gorecka - Insa Grahlmann - Nele Gülck - Mareike Günsche - Jenny Jacoby - Joy Eva Kröger - Paula Markert - Valeria Mitelman - Stefan Moos - Katarina Obradovic - Hyeyeon Park - Johannes Post - Blanca Estela Rodriguez Mandujano - Francisco Valentin Schork - Yann-Vari Schubert - Alexa Seewald - Sabina Simons - Atessa Vatantchi - Wassily Zittel

Viele Fotografien der Ausstellung zeigen die Haut selbst als ein Bildmotiv. Haut wird sowohl als menschliche Membran mit lebenswichtigen Funktionen thematisiert als auch aufgrund ihrer vegetativen und kommunikativen Fähigkeiten ins Bild gesetzt. Sie erscheint als Objekt wissenschaftlicher Klassifizierung und ist erkennbar als soziales Register für die Eintragung geschlechtsspezifischer Codes. Sie wird als verletzbares erotisches Organ geformt oder die Haut wird als Haus aufgefasst und als schützende Hülle thematisiert. Das Stichwort Haut ist für manche Studierende darüber hinaus Anlass für künstlerische Überlegungen, mit Photographie ein eigenes Raumverständnis zu formulieren. Die Techniken der Collage, der Schichtung, der Darstellung von Licht und die Bewegungsaufnahme spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie das Bild selbst als eine Hautmembran aufgefasst wird und Gegenstand einer visuellen Reflexion wird. Experimentierfreude, Erfindungsreichtum und Zusammenarbeit sind von hohem Wert für Kunst und Forschung. Sie werden durch das Dermatologikum Hamburg kontinuierlich gefördert und unterstützt.

Zur Pressevorbesichtigung am 2. Juni 2008, 11 Uhr, werden alle beteiligten StudentInnen und ProfessorInnen anwesend sein.

Am Eröffnungsabend, 19 Uhr, sprechen Prof. Dr. Karin von Welck (Senatorin für Kultur, Sport und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg), Ingo Taubhorn (Haus der Photographie, Hamburg), Prof. Dr. Volker Steinkraus (Dermatologikum, Hamburg).

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